Achtung Cercospora

Nach dem in Niederösterreich schon seit Mitte Juni eine Cercosporbekämpfung notwendig ist, ist auch in Öberösterreich die 1. Warnmeldung von AGRANA an die Landwirte versendet worden mit der Aufforderung, sofort Ihre Rübenschläge mit einem Fungizid zu behandeln.

Die beste Wirkung erzielen Sie bei einer Behandlung in den Vormittagsstunden, solange die Rüben von der Nacht noch frisch und aktiv sind. Die Blätter können dabei vom Tau noch leicht angefeuchtet sein. Die Temperatur sollte am besten unter 23° C liegen, weil dann eine lange Antrocknungszeit für den Spritztropfen auf dem Blatt  und damit eine lange Einwirkszeit für den Wirkstoff besteht. Verwenden Sie eine Wasseraufwandmenge von 400 l/ha. Dadurch erzielen Sie eine gleichmäßige Benetzung aller Blätter. Das Mittel Ihrer Wahl ist Spyrale mit einer Aufwandmenge von 1 l/ha. Die Folgespritzung sollte  3 Wochen nach der ersten Behandlung erfolgen.

Besonders gefährdet sind Rübenschläge, die im letzten Jahr Rübenfelder mit hohem Infektionsdruck durch Cercospora als Nachbarschlag hatten. Siehe Bild 2

Cerco-Konidien

Cercosporafleck mit Konidien

Cercosporaschlag

  Hoher Cercosporabefall, hervorgerufen durch einen stark infizierten Rübenschlag aus dem Vorjahr (jetzt Stoppelfeld, rechts im Bild)